Dienstvereinbarung über Maßnahmen zur Suchtprävention und den Umgang mit suchtkranken oder suchtgefährdeten Beschäftigten

Zielsetzung

Mit dieser Dienstvereinbarung wird angestrebt

  • die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten, zu fördern oder wiederherzustellen,
  • den Suchtmittelmissbrauch zu verhindern,
  • den suchtmittelauffälligen Beschäftigten ein rechtzeitiges Hilfsangebot zu unterbreiten,
  • die Gleichbehandlung aller betroffenen Beschäftigten zu gewährleisten,
  • eine konstruktive und konkrete Konfrontation der/des betroffenen Beschäftigten mit Verhaltens- und Leistungsauffälligkeiten zu veranlassen,
  • die Arbeitssicherheit durch Verminderung von Gesundheits- und Unfallgefahren zu erhöhen und ordnungsgemäße Arbeitsabläufe zu gewährleisten.


Maßnahmen und Hilfsangebote für betroffene Beschäftigte

Suchtbedingtes Fehlverhalten stellt einen Verstoß gegen die dienstvertraglichen Pflichten und die Ordnung der Dienststelle dar. Durch ein gestuftes Vorgehen von Stufe 1 bis 5 sollen auffällig gewordene suchtgefährdete bzw. suchterkrankte Beschäftigte motiviert werden, Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen und die notwendigen Schritte zur Behebung ihrer Problematik zu unternehmen. Des Weiteren wird den betroffenen Beschäftigten aufgezeigt, dass eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses unausweichlich ist, wenn wiederholt dienstvertragliche Pflichten verletzt und keine Maßnahmen zur Behebung des zugrunde liegenden Problems ergriffen werden.

Die Gespräche mit auffälligen Beschäftigen sollten offen und ehrlich geführt werden, ohne verurteilend zu sein. Jedes Verschweigen und Herunterspielen von suchtbedingten Ausfällen macht Vorgesetzte und Kollegen selbst zu "Komplizen". Durch das Decken des Suchtverhaltens verlängern sie den Leidensweg des/der betroffenen Beschäftigten. Nur eine Kultur des "Hinschauens" kann dem/der Suchtkranken helfen.

Einen Überblick über die fünf Stufen gibt die Anlage 2 zur Dienstvereinbarung.