Arbeitszeitkonto und Überstundenzuschläge

Auch mit einem Arbeitszeitkonto ändert nichts an der Entstehung von Überstundenzuschlägen. Grundsätzlich gilt, dass Überstunden, wie auch Mehrarbeitsstunden (bei Teilzeitbeschäftigten) vom Dienstvorgesetzten anzuordnen sind. Fällig werden Überstunden, incl. Zuschläge, dann, wenn „sie nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche ausgeglichen werden“ (§7 Abs.7 KAO).

Der Arbeitgeber hat mit dem Arbeitszeitkonto nur einen längeren Ausgleichszeitraum und kann die Überstunden durch Freizeitausgleich evtl. wieder ausgleichen. Sie haben bei einem Arbeitszeitkonto grundsätzlich die Möglichkeit, diese Zuschläge als in Zeit umgewandelte Zuschläge auf ihr Arbeitszeitkonto buchen oder sich diese auszahlen zu lassen. Die Zuschläge belaufen sich bei einer Vergütung in den Entgeltgruppen bis EG 9b, bzw. bis S13 auf 30 v. H., in den höheren Vergütungsgruppen auf 15 v. H. Sie könnten zusätzlich auf das Arbeitszeitkonto gebucht werden (faktorisiert werden).

Die MAV rät davon ab, sich die Zeitzuschläge auf das Arbeitszeitkonto buchen zu lassen, da sie steuerrechtlich anders zu behandeln sind. Wir empfehlen Ihnen, sich die Zeitzuschläge gem. der KAO immer auszahlen zu lassen, auch wenn Sie ein Arbeitszeitkonto haben. Die Zeitzuschläge sind dann nach § 24 Abs.1 KAO am Zahltag des zweiten Kalendermonats, der auf ihre Entstehung folgt, fällig.