Bildschirmbrille

Für viele Mitarbeitende ist die Arbeit am Computer alltäglicher Bestandteil ihres Dienstes. PC-Arbeit bedeutet eine starke Belastung der Augen und birgt ein gesundheitliches Gefährdungspotential.

Mit etwa 35-40 Jahren tritt bei den meisten Menschen eine natürliche Altersweitsichtigkeit ein. Entweder wird eine Lesebrille notwendig, oder bei einer bestehenden Kurzsichtigkeit eine Gleitsichtbrille. Allerdings sind solche Brillen im Nahbereich für Entfernungen von ca. 35 - 50 cm optimiert. Das entspricht in aller Regel dem normalen Abstand beim Lesen. Nun steht aber ein Computer-Bildschirm meist etwas weiter weg. Um dieses Defizit der ungeeigneten Brille auszugleichen, nimmt man beim Arbeiten am Bildschirm automatisch eine unbequeme und angespannte Haltung ein. Die Folgen können Beschwerden wie Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, Rücken- oder Kopfschmerzen sein und zu chronischen Erkrankungen führen.
Zudem vermindert sich ab dem 45. Lebensjahr meist die Anpassungsfähigkeit der Augen, so dass das scharfe Sehen auf Entfernungen zwischen Tastatur und Bildschirm, sowie bei möglichem gleichzeitigem Publikumsverkehr auf entferntere Personen zusätzlich eingeschränkt sein kann. Die starke Belastung der Augen kann zu Augenbeschwerden wie unscharfes Sehen, Augenschmerzen, Tränen, Juckreiz, Druckgefühl, Brennen und roten Augen führen.
Wenn die genannten Probleme auftauchen, kann eine spezielle Sehhilfe, die Bildschirmarbeitsplatzbrille, notwendig sein.

Alle Mitarbeitenden, die zur Erledigung ihrer Arbeiten ein Bildschirmgerät benutzen, haben Anspruch auf eine Bildschirmarbeitsplatzbrille, wenn die Untersuchung des Sehvermögens und der Augen ergibt, dass eine Bildschirmarbeitsplatzbrille notwendig ist und normale Sehhilfen nicht geeignet sind. Der Arbeitgeber muss diese Untersuchung anbieten, sie wird beim betriebsärztlichen Dienst durchgeführt.

Die Ev. Landeskirche in Württemberg hat einen Rahmenvertrag mit dem Südwestdeutschen Augenoptikerverband abgeschlossenen, damit die betroffenen Beschäftigten eine spezielle Sehhilfe ohne Zuzahlung erhalten können.

Der Weg zur Bildschirmbrille

Wie Sie Ihren Bedarf für eine Bildschirmbrille klären und sie erhalten können, wird aus diesem Schaubild ersichtlich.
Bei erstmaliger Verordnung einer Bildschirmarbeitsplatzbrille ist zunächst eine Bestätigung des Betriebsarztes über deren Notwendigkeit erforderlich. Für den Vorsorgetermin beim Betriebsarzt benötigen Sie einen Untersuchungsauftrag ihres Dienstgebers. Hier können Sie ihn herunterladen:

 Weiterhin benötigen Sie ein Bestellformular für die Bildschirmbrille. In ihm füllen Sie die Beschreibung des Arbeitsplatzes selbst aus. Bei entsprechender Verordnung des Betriebsarztes gehen Sie zu einem Optiker Ihrer Wahl. Welche Optiker in Frage kommen, können Sie auf dieser Internetseite abfragen.